Zugfrei schlafen im Eisacktal

Heute um Mitternacht ist sie um, die nächtliche Ruhe auf der Brennerbahnlinie. Nachdem die Bahnlinie zwischen Brenner und Innsbruck wieder geöffnet wurde, werden wieder jede Nacht etliche Güterzüge durch das Eisacktal rattern und den Menschen den Schlaf rauben. 
Für SVP - Bezirksobmann und Europaparlamentarier Herbert Dorfmann Grund genug um an die ruhigen Sommermonate zu erinnern: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass es gegen den Zuglärm nur eine definitive Lösung gibt: die Verlagerung des Zugverkehrs in den Tunnel! Deshalb müssen wir darauf bestehen, dass nicht nur der Brennerbasistunnel, sondern auch die südlichen Zulaufstrecken auf Südtiroler Gebiet zumindest gleichzeitig, wenn nicht vor dem BBT in Betrieb gehen.“
Vorgemacht hat es das Bundesland Tirol. In zwei Monaten wird die nördliche Zulaufstrecke zum BBT von Radfeld bis Innsbruck in Betrieb gehen. Die Menschen im unteren Inntal werden dann endlich vom nicht mehr ertragbaren Lärm der oft vollkommen veralteten Güterzüge befreit sein. Dorfmann betont, dass bereits jetzt alles getan werden müsse, damit nach Fertigstellung der neuen Brennerlinie alle Güterzüge dann wirklich im Tunnel fahren und keine Züge in der Nacht durch Südtirol rattern. "Die Menschen wollen den Zuglärm in der Nacht nicht mehr ertragen, die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Lebensqualität damit steigen könnte. Bis es mit der neuen Linie soweit ist, muss alles Machbare getan werden, um den Lärm zu lindern. Dazu gehört auch, das Rollmaterial zu erneuern.
Erst im Juli konnte Dorfmann einen ersten Erfolg auf diesem Terrain einfahren. Das Europäische Parlament hatte einem von ihm eingebrachten Abänderungsantrag zugestimmt. Dieser sieht vor, dass die Bahngesellschaften für die Nutzung der Schiene höhere Gebühren bezahlen müssen, wenn sie lärmintensive Waggons verwenden. „Schienenentgelte sind zu ändern um den Kosten von Lärmauswirkungen des Zugbetriebes Rechnung zu tragen. Bei einer derartigen Änderung wird ein Ausgleich für Investitionen vorgesehen, die dazu dienen, Güterwagen mit der ökonomisch sinnvollsten und verfügbaren geräuscharmen Bremstechnik nachzurüsten“, heißt es darin wörtlich.

Veröffentlicht am 10.09.2012
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