Verwendung biologischer Pflanzenschutzmittel fördern

Heute wurde im Europäischen Parlament in Straßburg eine Resolution des Südtiroler SVP- Abgeordneten Herbert Dorfmann zum Thema Biopestizide mit geringem Risiko mit großer Mehrheit angenommen.

In der Parlamentsresolution geht es darum, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln mit geringem Risiko zu unterstützen.  Es handelt sich dabei um Pflanzenschutzmittel mit meist biologischem Ursprung wie Pheromone oder natürliche Gegenspieler wie Viren, Bakterien oder Nematoden. Diese Mittel werden sowohl im Bio- also auch im konventionellen Anbau eingesetzt.

Derzeit sind in Europa nur sieben Pflanzenschutzmittel mit geringem Risiko zugelassen, da die Produkte langwierige Genehmigungs- und Zulassungsverfahren durchlaufen müssen bevor sie auf den Markt kommen. Das ist ein erhebliches wirtschaftliches Hindernis für die Produzenten.

„Pflanzenschutzmittel mit geringem Risiko durchlaufen derzeit das gleiche Zulassungs- und Registrierungsverfahren wie alle anderen Pflanzenschutzmittel. Solche Verfahren dauern bis zu 10 Jahre und kosten viel Geld. Das Verfahren von der Bewertung bis zur Zulassung und Registrierung muss beschleunigt werden, ohne die Risikobewertung zu verwässern. Durch eine schnellere Prozedur würden solche Produkte attraktiver und Unternehmen würden dazu angespornt, stärker in die Entwicklung solcher Pflanzenschutzmittel zu investieren. Die Bauern könnten dann auf ein erweitertes und kostengünstigeres Sortiment an Pflanzenschutzmittel mit geringem Risiko zurückgreifen,“ erklärt der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann.

In der Resolution fordert das Europäische Parlament die Europäische Kommission auf, schnell eine Regelung vorzulegen, welche die Forderungen der Resolution berücksichtigt.

Veröffentlicht am 16.02.2017
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