SVP Bezirksleitung Eisacktal: „Kein Protzbau im Eisacktal“

Die Mitte April neu gewählte Bezirksleitung des Eisacktals der Südtiroler Volkspartei traf sich am Montag zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung. Bezirksobmann und Mitglied des Europäischen Parlaments Herbert Dorfmann gratulierte eingangs den neu gewählten Mitgliedern und ging im Anschluss gleich zu den Sachthemen über. Hauptthema des Abends war die delikate Situation der Außenstelle Brixen des Landesgerichts. Im Zuge der Einsparungspolitik der Regierung Monti sollen alle Außenstellen der Gerichte geschlossen werden. Die Diskussion diesbezüglich ist bereits seit vergangenem Herbst im Gange, doch nun scheint sie in die heiße Phase zu kommen. Gemeinsam mit den betroffenen Bürgermeistern will die Bezirksleitung erneut bei Landeshauptmann Luis Durnwalder anklopfen: „Es soll über eine generelle Neustrukturierung des Gerichtbezirkes diskutiert werden, nur so können Kosten eingespart und die Qualität der Dienstleitung gewahrt bleiben“ so die Bezirksleitung unisono. Für das Eisacktal und das Wipptal fiele durch eine Schließung ein wichtiger Teil bzw. Wirtschaftsfaktor einer heute gut funktionierenden Gerichtsbarkeit weg, dies müsse verhindert werden, so die SVP weiter.

Lange diskutiert wurde auch über die geplante – und laut Brennerautobahn bereits beschlossene – Brücke bei der Autobahnausfahrt in Brixen. „Die Brücke passt einfach landschaftlich nicht in unser Tal“, ärgern sich Herbert Dorfmann und seine Stellvertreterin Magdalena Amhof. Man hätte, so die beiden, auch einen Gestaltungswettbewerb machen können, zumal es sich um einen sehr landschaftsprägenden Eingriff handelt. Die Gemeinde Feldthurns, auf dessen Gemeindegebiet die Brücke errichtet würde, ist strikt gegen den 60 Meter hohen Protzbau. Die Mitglieder der Bezirksleitung wollen in einem gemeinsamen Brief an den Landeshauptmann und den Präsidenten der Brennerautobahn ihrem Unmut über das Bauwerk Luft machen.

Veröffentlicht am 17.05.2012
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