"Neues Schengen für Südtirol ein Rückschritt in alte Zeiten!“

„Die Neuerungen des Schengen Abkommens sind ein Fehler“, meint der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann. Die Reisefreiheit der Bürger ist eine der großen Errungenschaften der EU. Gerade für uns Südtiroler geht es dabei nicht nur darum, dass wir uns an der Grenze nicht mehr ausweisen müssen. Durch den Wegfall der Grenzposten wurde auch eine Grenze, die viele von uns als historisches Unrecht empfinden, weniger sichtbar.
Natürlich kann man das Problem der illegalen Einwanderung nicht wegschweigen und es ist verständlich, dass einige Schengen-Staaten nicht bereit sind, laufend illegale Einwanderer aufzunehmen, weil einige EU-Staaten nicht imstande sind, ihre Außengrenzen zu sichern. Mit der gestern in Brüssel erzielten Einigung wird es aber möglich, die Grenzen zwischen Italien und Österreich für bis zu zwei Jahren zu schließen! „Das wäre für unser Land ein trauriger Rückschritt in alte Zeiten“, meint Herbert Dorfmann. „Richtig wäre es, wenn man sich auf europäischer Ebene endlich dazu durchringen würde, die Außengrenzen gemeinsam zu sichern. Wir brauchen keine neuen Grenzbeamten am Brenner, sondern im Mittelmeer“, so Herbert Dorfmann.
„Es kann nicht angehen, dass Menschen unter unmenschlichen Bedingungen von Schleppern in die EU gelockt und dann dort neue Barrieren aufgebaut werden. Damit löst man nichts und schafft gleichzeitig neue Probleme.“

Veröffentlicht am 02.06.2013
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