Minister Dobrindt kündigt Maßnahmen gegen Bahnlärm an

Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments informiert sich in dieser Woche über die neue Brennerbahn und besucht die Baustellen des BBT. In diesem Rahmen traf der Südtiroler Abgeordnete im Europäischen Parlament den deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt in München. Im Mittelpunkt der Aussprache standen die Zulaufstrecke zum BBT in Bayern und der Eisenbahnlärm.

Die Schweiz wird im Jahr 2020 die Durchfahrt mit alten, lauten Güterwaggons verbieten. Damit besteht die Gefahr, dass die Bahngesellschaften ihre neueren Waggone für die Gotthardlinie verwenden und die alten Waggons am Brenner einsetzen.

"Minister Dobrindt hat zugesagt, dass die Bundesrepublik Deutschland noch in diesem Jahr ein Gesetz erlassen wird, dass die Fahrt mit alten Waggons ab 2020 auch in Deutschland verbietet. Das ist ein großer Erfolg im Kampf gegen den Bahnlärm an der Brennerachse" sagte Dorfmann nach dem Treffen. Damit wäre nämlich eine Verlagerung der lauten Waggons auf die Brennerbahn nicht mehr möglich. Dorfmann besprach mit dem deutschen Verkehrsminister, dass auch in Brüssel eine Regelung auf den Weg gebracht werden sollte, um den Betrieb alter, nicht lärmsanierter Waggons ab 2020 europaweit zu verbieten. "Es ist auch wichtig, dass sich die drei Regionen der Europaregion Tirol der deutschen Initiative anschließen. Ein Verbot lauter Waggons auf der Strecke zwischen Verona und Kufstein wäre ein konkretes Zeichen für ein bürgerfreundliche gemeinsame Verkehrspolitik in der Europaregion Tirol" meinte Herbert Dorfmann.

Die Delegation aus dem Europäischen Parlament wird heute die BBT Baustellen in Tirol besuchen und dann nach Südtirol kommen, wo Treffen mit dem Landeshauptmann und Vertretern der italienischen Bahn geplant sind.

Veröffentlicht am 20.07.2016
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