Miete für Studentenbude absetzbar

Karl Zeller und Herbert Dorfmann: „Ab 1.1.2012 können diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden und die Familie mit bis zu € 2.633,00 pro Jahr entlasten“.
Jahrelang hatten die SVP und die Südtiroler Hochschülerschaft gegen eine eklatante Ungleichbehandlung in der italienischen Steuergesetzgebung gekämpft, nämlich dass seit 2007 die Mieten und Studentenheimkosten für Universitätsstudenten nur dann steuerlich absetzbar waren, wenn das Studium im Inland erfolgte. Diese Diskriminierung traf insbesondere die Südtiroler, da die Mehrheit der Südtiroler Studenten in Österreich studiert.
Während für einen Studenten in Trient bis zu € 2.633,00 pro Jahr von der Steuerschuld absetzbar waren, konnte z.B. für Studenten in Innsbruck diese Begünstigung nicht in Anspruch genommen werden.
Dagegen hatte die SVP zunächst vergeblich versucht, Abänderungsanträge durchzusetzen. Diese wurden allesamt abgewiesen. Es blieb also nur mehr der Weg über eine Eingabe bei der EU-Kommission. Herbert Dorfmann brachte dazu mehrere Anfragen im EU-Parlament ein und machte gehörig Druck, sodass schließlich 2009 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien wegen Verletzung des Rechts auf freies Studium in ganz Europa eingeleitet wurde.
Nun lenkte die Regierung endlich ein und nahm im Zuge der Behandlung des Europagesetzes 2010 einen Abänderungsantrag der Abgeordneten Zeller und Brugger an, der die Gleichstellung der Studenten im EU-Raum vorsah.
„Wir freuen uns sehr, dass ab 1.1.2012 gleiches Recht für alle gilt und auch die Eltern von Südtirolern, deren Kinder im EU-Raum studieren und deren Universität mehr als 100 km vom Heimatort entfernt ist, pro Jahr € 2.633,00 für Miet- oder Heimkosten von der Steuer absetzen können. Zum ersten Mal wird diese Erleichterung, die gerade in der heutigen Krisenzeit eine wichtige Entlastung für den Mittelstand darstellt, in der Steuererklärung für das Jahr 2012, also im Jahr 2013, geltend gemacht werden können. Dies zeigt, wie wichtig die EU auch für Südtirol ist“, erklären Karl Zeller und Herbert Dorfmann.

Veröffentlicht am 09.01.2012
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