Kampf der Spielsucht

SVP Bezirk Eisacktal verabschiedet Resolution zur Bekämpfung der Spielsucht

Spielsucht ist ein weit verbreitetes Phänomen, das stetig zunimmt. Italien stellt einen Prozent der Weltbevölkerung, und trotzdem befindet sich das Land an erster Stelle des weltweiten Glücksspielmarktes. Eisacktals Bezirksobmann der Südtiroler Volkspartei Herbert Dorfmann zeigt sich besorgt: “Spielsucht zerstört Familien und ganze Existenzen, wir sollten schnellstens eine gesetzliche Lösung finden um dem aufkommenden Spieltreiben klare Regeln aufzuerlegen.“

Auf Brixner Gemeindegebiet wurden von der Landesregierung – nach negativem Gutachten der Gemeindeverwaltung von Brixen - letzthin zwei Lizenzen für die Errichtung eines Spielsaales ausgestellt bzw. verlegt. Stadträtin und Bezirksobmann-Stellvertreterin Magdalena Amhof war der Meinung, dass eingeholte Gutachten der Gemeinden schlussendlich auch berücksichtigt werden sollten.

Nach diesen Vorfällen hat der SVP Bezirk Eisacktal am Freitag eine Resolution verabschiedet, die heute Nachmittag auch im SVP - Parteiausschuss zur Sprache gebracht werden soll. „Es ist uns durchaus bewusst, dass der Landesregierung durch eine Gesetzeslücke im Staatsgesetz nichts anderes übrig blieb, als die Lizenz auszustellen. Wir wollen aber bei zukünftigen Entscheidungen eingebunden werden und fordern das Spiel mit den Spielen vehement einzudämmen, um die Südtiroler Bevölkerung weitgehend von den schwerwiegenden Folgen der Spielsucht zu schützen“, so Magdalena Amhof und Herbert Dorfmann. Erst in der letzten Plenarsitzung des Europäischen Parlaments im November haben sich die Parlamentarier der EU-Mitgliedsstaaten in einer Entschließung für klare Regeln im Bereich des Online-Glücksspiels ausgesprochen.

In der Resolution beauftragt die SVP Eisacktal die Mitglieder der Landesregierung und des Landtages schnellstens eine gesetzliche Regelung zu finden, um das Ausstellen von jenen Lizenzen einzuschränken, die derzeit noch in die Kompetenz des Staates fallen, wenn möglich gar zu verbieten.
Es solle versucht werden die diesbezüglichen Kompetenzen zu erhalten und sich nicht von den lukrativen Steuereinnahmen locken zu lassen.

Veröffentlicht am 07.12.2011
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