Herbert Dorfmann bei Minister Lollobrigida: EU-Agrarpolitik und Problematik von Bär und Wolf

Noch nicht einmal zehn Tage ist der italienische Agrarminister Francesco Lollobrigida im Amt und schon gab es heute (31. Oktober) ein Treffen mit dem Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann. Allerdings ist das Timing nicht das einzig Bemerkenswerte: „Es war der Minister, der um diesen Termin angefragt hat“, so Dorfmann, der Lollobrigida vor allem auf die Probleme der Südtiroler Landwirtschaft mit Bär und Wolf aufmerksam gemacht hat.

„Ich war ehrlich gesagt überrascht.“ Herbert Dorfmann macht kein Hehl aus seiner Reaktion auf den Anruf des Ministers und dessen Anfrage um ein dringendes Gespräch mit Dorfmann, der nicht nur Südtirol in Brüssel vertritt, sondern zugleich auch Agrarsprecher der Fraktion der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament ist. „Offensichtlich versucht der Minister in diesen ersten Tagen im Amt, sich einen Überblick über den Stand der EU-Agrarpolitik zu verschaffen“, so der Südtiroler EU-Parlamentarier.

So ließ sich Lollobrigida heute Vormittag in Rom von Herbert Dorfmann über die großen Themen der Brüsseler Agrarpolitik und die anstehenden Herausforderungen informieren. „Das Hauptaugenmerk der italienischen Agrarpolitik gilt traditionellerweise den großen Agrarbetrieben in den Gunstlagen“, so Dorfmann nach dem Treffen. „Deshalb war dieses Gespräch eine einzigartige Gelegenheit, den Fokus des Ministers schon zu Beginn seiner Amtszeit auch auf die kleinen Betriebe und hier vor allem auf die Berglandwirtschaft und deren besondere Problematiken zu lenken.“

So sprach der Südtiroler Europaparlamentarier auch das Problem der großen Beutegreifer in den Alpen an. „Ich habe das Problem und die Haltung der EU heute im Detail zu schildern versucht“, so Dorfmann. „Mir ging es aber vor allem darum, den Minister auf die enormen, durchaus existenzbedrohenden Schäden aufmerksam zu machen, die Bären und Wölfe nicht nur unserer Almwirtschaft zufügen, sondern auch auf den Heimweiden anrichten.“

Dorfmanns Hoffnung nach dem Treffen mit Francesco Lollobrigida ist nun, den Minister für dieses Problem sensibilisiert zu haben. „Der Minister hat sich klar für eine europäische, nationale und lokale Zusammenarbeit ausgesprochen, um das Wolfsproblem in den Griff zu bekommen. Ich hoffe, dem neuen Agrarminister gute Argumente geliefert zu haben, mit denen er sich in Brüssel für eine effiziente Eindämmung des Problems der großen Beutegreifer in den Alpen starkmachen kann“, so der Südtiroler Europaparlamentarier.

Veröffentlicht am 01.11.2022
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