Genuss, Tradition und Verantwortung im Rahmen von Corporate Social Responsibility

Brüssel/Bonn (BSI) – Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) führte am 4. März 2015 in Brüssel einen Parlamentarischen Abend durch. Mit rund 170 Gästen brachte der zweite Parlamentarische Abend des BSI in Brüssel große Resonanz. Deutsche Wirtschafts- und Politikvertreter diskutierten mit Beamten der EU-Kommission und zahlreichen Abgeordneten des Europäischen Parlamentes sowie Vertretern der verschiedenen europäischen Institutionen u. a. das Thema der „Genuss, Tradition und Verantwortung im Rahmen der von Corporate Social Responsibility (CSR)“.

Herbert Dorfmann, Mitglied des Europäischen Parlamentes, Brüssel, zitierte als neu gewählter Präsident der Intergruppe Wein, Spirituosen und Qualitätslebensmittel im EU-Parlament u. a.: „Genuss ist Teil der Kultur in Europa. Das sage ich nicht nur als Abgeordneter im Europäischen Parlament, sondern auch als Südtiroler. Wir bezeichnen unser Land gerne als ein Genussland. Alkoholische Getränke sind seit Jahrtausende Teil unserer europäischen Genusskultur. Verantwortungsvoller Umgang mit Bier, Wein und Spirituosen gehört zum Leben vieler Europäer und darf durch Gesetze weder verboten noch vermiest werden. Übermäßiger Konsum aber schadet den Konsumenten und letztlich auch den Produzenten. Wir haben in Europa eine einzigartige Kultur alkoholischer Getränke und wir sollten auch nicht vergessen, dass diese eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung vor allem auch in vielen ländlichen Gebieten Europas haben. Der verantwortungsvolle Umgang mit ihnen muss Teil unserer Lebensgewohnheiten sein und kann nicht verordnet werden. Wir müssen einen mündigen Verbraucher erziehen, der weiß, wie viel gesund und vertretbar ist und wann alkoholische Getränke zu vermeiden sind. Dieser Grundgedanke sollte auch unser Handeln als europäischer Gesetzgeber leiten.“

 

 

 

 Dr. Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlamentes (CDU), Brüssel, betonte in diesem Zusammenhang: „Ebenso wie Lebensmittel sind alkoholische Getränke ein Teil der europäischen Genusskultur. Deshalb müssen wir sie vor bürokratischem Regelungswahn schützen. Es kann nicht sein, dass der Missbrauch von Alkohol, so dramatisch er in einigen EU-Ländern bei einigen Jugendlichen sein mag, dem Rest der Welt den maßvollen Genuss an alkoholischen Getränken verleidet. Natürlich darf das Problem nicht kleingeredet werden. Insbesondere Jugendliche kennen ihre Grenzen nicht oder reizen diese beim sogenannten Komasaufen gezielt aus. Mit immer neuen Verboten erreichen wir aber nichts. Schon heute ist der Verkauf von Alkohol an Minderjährige verboten und Hersteller verzichten auf Werbung, die Jugendliche anspricht. Die Aufklärung über den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol muss letztendlich aber in der Familie und der Schule erfolgen. Deshalb ist es dringend geboten, dass Hersteller in Aufklärungsinitiativen mit einbezogen werden.“

Christof Queisser, Stellvertretender Präsident des BSI, erklärte in seiner Einleitung, dass Spirituosen mit ihren Produkten zum Genuss und zur Lebensfreude beitragen und ein Teil der Kultur sind, aber auch einen ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor darstellen: „Der Spirituosenumsatz in Deutschland betrug im Jahr 2014 rund 4,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Bundes aus Branntweinabgaben beliefen sich auf rund 2 Milliarden Euro. Der Pro-Kopf-Konsum lag bei 5,4 Litern. Das Gesamtmarktangebot betrug rund 700 Millionen Flaschen. Damit ist der deutsche Spirituosenmarkt im Ländervergleich weiterhin der größte in der EU.“ Bezüglich der Verbraucherpolitik appellierte Christof Queisser an die europäische Politik: „für einen Rahmen, der sich an den Interessen der Konsumenten orientiert, aber gleichzeitig für die Unternehmen auch praktikabel und umsetzbar ist, denn“, so Christof Queisser weiter: „zu einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaftsordnung gehört es, dass Konsumentinnen und Konsumenten eine informierte und eigenverantwortliche Entscheidung für ihre Produkte treffen. Die dazu notwendige sachliche Information und Transparenz zur Förderung der Eigenverantwortung und der Risikokompetenz müssen im Zentrum des Handelns sowohl der Wirtschaft als auch der Politik in Europa und in Deutschland stehen.“ Alle politischen Gruppen sind europaweit gefordert, sich in diesem Sinne zu engagieren.

„Der BSI hat mit dem Ziel der Verbraucheraufklärung bereits 2005 den ‚Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung‘ auf Wunsch seiner Mitgliedsfirmen ins Leben gerufen. Dieser unterstützt und initiiert Präventions- und Informationsmaßnahmen sowie Selbstregulierungen, mit denen über den vernünftigen Konsum von alkoholhaltigen Getränken informiert wird (www.massvoll-geniessen.de)“, so Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des BSI.

Veröffentlicht am 04.03.2015
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