Fairer Milchpreis

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union hat seit jeher ein besonderes Augenmerk auf den Milchsektor geworfen. Nachdem vor einigen Jahren europaweit viele Milchbauern auf die Straße gingen und gegen die miserablen Milchpreise protestierten, hat sich Brüssel eingehend mit der Zukunft des Sektors beschäftigt. Nun liegt ein Maßnahmenkatalog, eine Richtlinie, zur Stabilisierung des Milchmarktes vor, der mit Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten wird. Um die Transparenz auf dem Markt zu gewährleisten, sollen schriftliche Verträge zwischen Bauern und Abnehmern abgeschlossen werden, in welchen die Menge, der Preis und die Vertragslaufzeit festgeschrieben sind. Für die bestehenden Genossenschaften sind diese Verträge kein Muss, da die Bauern durch ihre Mitgliedschaft bereits Sicherheiten haben. Durch die Neuregelung erhoffe ich mir mehr Transparenz in der Produktionskette, illegalen Praktiken den Garaus zu machen und einen fairen Milchpreis für den Landwirt zu erreichen.
Hier im Parlament haben wir eine Regelung eingebaut, damit Milchverarbeiter, die Produkte mit Ursprungsbezeichnungen herstellen, sich zukünftig absprechen können, um die am Markt verfügbaren Mengen zu steuern. Dies ist heute im Wettbewerbsrecht verboten, was besonders Herstellern wichtiger Produkte mit Ursprungsbezeichnung wie „Grana“ oder „Emmental“ große Probleme bereitet.

Veröffentlicht am 21.11.2011
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