Europäisches Parlament positioniert sich zur EUSALP

Das Europäische Parlament ist gegen die Allemagna und für einen Ausbau des Schienenverkehrs im Alpenraum

 

Im Europäischen Parlament wurde heute ein Bericht über die zukünftige Gestaltung der Makroregion Alpenraum EUSALP abgestimmt. Seit Jänner dieses Jahres ist die EUSALP aktiv, insgesamt 48 Regionen in sieben Ländern (die EU-Mitglieder Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien sowie die Schweiz und Liechtenstein) sind darin vertreten. Auch Südtirol und die Europaregion Tirol bringen sich in die Umsetzung von EUSALP ein. Ziel der Alpenraumstrategie ist eine bessere Zusammenarbeit in Bereichen, in welchen all diese Gebiete im Alpenraum vor ähnlichen Herausforderungen und Problemen stehen.

Der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann hat sich für viele Punkte, die für Südtirol wichtig sind und die die EUSALP in der nächsten Zeit angehen soll, stark gemacht und wurde vom Europäischen Parlament darin bestätigt. „Es freut mich, dass meine Vorschläge mit großer Mehrheit angenommen wurden und man unter anderem weiter an der Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene arbeiten und diese auch finanzieren will. Vor allem der LKW- Verkehr belastet den Alpenraum sehr, die neue Brennerbahn mit dem BBT wird aber den Verkehr auf der Brennerachse revolutionieren.“ Das Europäische Parlament hat einer Verlängerung der Allemagna – Autobahn Richtung Norden eine klare Absage erteilt. Dieses Projekt wurde in den letzten Monaten von Wirtschaftskreisen im Veneto wieder diskutiert und entsprechend intensiv sind die Bemühungen auch in Brüssel, diese neue alpenquerende Autobahnverbindung voranzutreiben. Das Europäische Parlament erteilt diesem Ansinnen mit der heutigen Abstimmung eine klare Absage. Eine Verlängerung der  Allemagna Richtung Norden würde, so das Europäische Parlament, nicht der Grundausrichtung der Verkehrspolitik in den Alpen entsprechen und sollte daher auch nicht von der EU finanziert werden.  

Veröffentlicht am 17.06.2016
50
Besuchergruppen
durchschnittlich pro Jahr.
98
Prozent Anwesenheit
bei Abstimmungen im Plenum seit 2014.
87
Parlamentarische Anfragen
seit 2009 bis jetzt.