Euregio-Akademie beim Europäischen Parlament in Straßburg

50 Teilnehmer der Euregio-Akademie aus Tirol, Südtirol und Trentino haben sich zwei Tage lang in Straßburg mit den Abläufen sowohl der Europäischen Union (Europäisches Parlament) als auch jenen des Europarats (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) auseinandergesetzt. Dabei stand auch ein Treffen mit dem Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann auf dem Programm. „Die Euregio-Akademie ist eines von vielen konkreten Projekten der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, die wesentlich dazu beitragen am Europa der Bürger zu bauen“, freute sich Dorfmann über den Besuch der Euregio-Studenten. Die Idee zur Euregio-Akademie ist auf Initiative der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Zusammenarbeit mit der Alcide-De-Gasperi-Stiftung in Trient entstanden. Sie richtet sich an StudentInnen und junge Erwachsene, die bereits ihr Berufsleben begonnen haben.

 

Die Euregio-Akademie hatte es sich nach zwei Seminarwochenenden im Dezember vergangenen Jahres in Trient und im April dieses Jahres in Bozen zum Ziel gesetzt, mit der Fahrt zum Europäischen Parlament nach Straßburg, das heutige Europa besser zu verstehen, aber auch den historischen Kontext kennenzulernen, in dem Europa entstanden ist. Daher begann der Zyklus der Besuche mit dem Memorial de l’Alsace Moselle in Schirmeck, das sich mit der Geschichte von Elsass-Lothringen ab 1870 beschäftigt und den Fokus hauptsächlich auf die Zeit des 2. Weltkrieges, die deutsch-französische Versöhnung danach und die „Grundsteinlegung“ für das zukünftige Europa in Straßburg legt.

Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, dessen Aufgabe es ist die Einhaltung der Europäische Menschenrechtskonvention, die Akte der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung in Bezug auf die Verletzung der Konvention in allen Unterzeichnerstaaten zu überprüfen. Ein Mitglied der Kanzlei des Gerichtshofes empfing die Teilnehmer und berichtete über die Abläufe und Funktionsweise.

Nachmittags war die Gruppe der Euregio-Akademie zu Besuch im Europäischen Parlament. Sie besuchte den Plenarsaal und nahm an einer Debatte über die Situation Ungarns sowie der dort herrschenden Grundrechte und deren Vereinbarung mit den EU-Werten statt. Hier empfing der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann die Teilnehmer der Euregio-Akademie und erläuterte ihnen die Funktionsweise des Parlaments. Dann ging er auf die aktuellen Herausforderungen der europäischen Politik ein, wie zum Beispiel das Thema Immigration, wobei in diesem Zusammenhang zwischen politisch verfolgten Immigranten und Personen, die nach besseren ökonomischen Lebensbedingungen suchen, unterschieden werden müsse. Zur Rolle der EVTZ in Europa sagte Dorfmann, dass sie wesentlich dazu beitragen, mit konkreten Projekten zu Gesundheit, Bildung, Kultur und Umwelt bis hin zu Energie, Mobilität und Wirtschaft die Grenzen in den Köpfen der Menschen abbauen.

Veröffentlicht am 20.05.2015
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