Erasmus für alle

Das Förderprogramm „Erasmus“ ist eines der wohl erfolgreichsten Projekte der Europäischen Union. In diesem Jahr wird das Programm 25 Jahre alt und feiert seinen runden Geburtstag – mit der Ausweitung des Förderrahmens. Herbert Dorfmann, SVP-Europaparlamentarier erklärt das neue Programm „Erasmus für alle“.
Im Rahmen des Programmes Erasmus konnten in der laufenden Förderperiode (2007 – 2013) Studenten einer Universität einen Zeitraum an einer Partneruniversität studieren und dort einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt verbringen - mit finanziellen Zuschüssen der Europäischen Union. „Ende November hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag vorgelegt, der die Ausweitung des Programmes auf alle Lernenden sowie Lehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen, die in der allgemeinen und beruflichen Bildung, im Jugend- und im Sportbereich tätig sind, vorsieht,“, zitiert Dorfmann die zuständige Kommissarin Androulla Vassiliou.
Der Programmbeginn ist für 2014 geplant und soll mit einer erheblichen Aufstockung der Mittel einhergehen, die für die Entwicklung von Kompetenzen und Fertigkeiten vorgesehen sind. Erasmus für alle beruht darauf, dass Investitionen in die persönliche und berufliche Bildung der Schlüssel dazu sind, das Potenzial der Menschen unabhängig von ihrem Alter oder ihrem Hintergrund freizusetzen. Das Programm soll nicht nur ihre persönliche Entwicklung voranbringen, sondern auch zum Erwerb neuer Fertigkeiten und zur Verbesserung der Jobaussichten beitragen.
Mittels einer Budgeterhöhung im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (2014-2020) stehen rund 19 Milliarden Euro zur Förderung von Bildungsaufenthalten europäischer Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Mit den darin vorgesehenen Stipendien könnten bis zu 5 Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher – einen Teil ihres Bildungsweges im Ausland absolvieren, darunter fast 3 Millionen Lernende in der Hochschul- und Berufsbildung. Für Master-Studierende ist zudem ein neues Garantieinstrument für Studiendarlehen vorgesehen, das gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank-Gruppe eingerichtet werden soll.
„Investitionen in die berufliche und persönliche Bildung sind die besten Zukunftsinvestitionen der Bürger. Ich bin überzeugt, dass auch wir verstärkt diese Chance ergreifen müssen und ich fordere alle Südtirolerinnen und Südtiroler auf, sich über die Weiterbildungsmöglichkeiten in den eigenen Bereichen zu informieren“, so Dorfmann.
„Erasmus für alle“ würde alle derzeitigen EU-Programme (Leonardo, Grundtvig, Comenius…) für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene in sich vereinen. Dies bedeutet, dass sieben laufende Programme durch ein einziges neues ersetzt werden, was mehr Effizienz, einfachere Antragsverfahren für Finanzhilfen und weniger Doppelarbeit und Zersplitterung mit sich bringt.

Veröffentlicht am 06.02.2012
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