Dorfmann bei Verhandlungen zum Montreal-Protokoll in Dubai

Der Südtiroler EU Abgeordnete Herbert Dorfmann leitete in dieser Woche eine dreiköpfige Delegation des Europäischen Parlaments, welche an der 27. Folgekonferenz zum Montreal Protokoll in Dubai teilnahm.

Das Montreal Protokoll wurde 1987 von 197 Staaten vereinbart und regelt den Ausstieg aus allen Chemikalien, welche zum Abbau der Ozonschicht beitragen. Die Übereinkunft gilt heute als erfolgreichstes Klimaabkommen weltweit. Fluorchlorkohlenwasserstoffe, welche das Auftreten des Ozonlochs verursacht haben, sind inzwischen vom Markt verschwunden. In Kühl- und Klimaanlagen sowie Spraydosen werden heute neu entwickelte Chemikalien oder in der Natur vorkommende Gase wie Kohlendioxid, Ammonium oder Hydrocarbure verwendet. Die Ozonschicht erholt sich zunehmend und voraussichtlich im Jahr 2050 wird das Ozonloch endgültig der Vergangenheit angehören.

In Dubai ging es vor allem um das Auslaufen einer Gruppe von heute verwendeten Treibgasen, den HFC, welche zwar nicht dem Ozon schaden, aber einen starken Treibhauseffekt haben und damit zur Klimaerwärmung beitragen.

"Das Montreal Protokoll ist ein gutes Beispiel dafür, wie politische Vorgaben durch Forschung, Entwicklung und Innovationsgeist vieler Unternehmen umgesetzt werden können. Der Schutz der Ozonschicht wurde erreicht, obwohl sich die Anzahl von Klimaanlagen in Autos, Gebäuden, Geräten und in der Industrie vervielfacht hat" meint Herbert Dorfmann. Damit ist das Montreal Protokoll ein gutes Beispiel, wie trotz zeitgemäßer Entwicklung hohe Umweltstandards umgesetzt werden können. Das Montreal Protokoll kann daher auch für die in wenigen Wochen startende Weltklimakonferenz in Paris ein Beispiel sein. " Wer glaubt, dass die Klimaerwärmung nur gestoppt werden kann, wenn wir auf unseren Lebensstandard verzichten und die Menschen in Entwicklungsländer ihren Anspruch auf Wohlstand aufgeben, wird in der Klimapolitik keinen Erfolg haben" meint dazu Herbert Dorfmann. "Auch die globale Erwärmung wird nur gestoppt werden können, wenn die Wissenschaft und die Unternehmen Dinge entwickeln, welche unsere Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas verringern"

Veröffentlicht am 05.11.2015
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