BBT: „Zugesagte Gelder verwenden!“

EU-Parlamentarier Dorfmann und Seeber treffen TEN-Koordinator Pat Cox
"Für jeden Euro, den die österreichische Regierung beim Projekt Brennerbasistunnel nun sparen möchte, wird sie am Ende zwei Euro zahlen". So kommentierte der für die TEN-Strecke zuständige EU-Koordinator Pat Cox in einem Treffen mit den EU- Abgeordneten Herbert Dorfmann aus Südtirol und Richard Seeber aus Tirol die zögerliche Haltung der österreichischen Verkehrsministerin Doris Bures zum Bahnprojekt.
Cox verwies darauf, dass es ihm gelungen sei, einen EU-Beitrag von 500 Millionen Euro für die Planung der neuen Brennerbahn zeitlich zu strecken. Das Geld müsse nun nicht mehr bis Ende 2013, sondern könne bis Ende 2015 ausgegeben werden. Sollte es dann aber immer noch nicht Verwendung finden, ist die Finanzierungszusage für das Projekt unwiederbringlich verloren.
Vor allem aber stünden die Zeichen gut, so Pat Cox, für eine stärkere finanzielle Beteiligung der EU an den Baukosten. Ein Beitrag aus Brüssel im Ausmaß von rund einem Drittel sei durchaus vorstellbar und könnte bereits in der nächsten finanziellen Vorausschau der EU, also bis zum Jahr 2020, locker gemacht werden.
Gelingt es aber nicht, in den nächsten Jahren das bereits zugesagte Geld einzusetzen, sei an eine höhere Förderung ab 2013 gar nicht zu denken. Dorfmann und Seeber sicherten dem Koordinator die bestmögliche politische Unterstützung zu. "Es wäre absurd, wenn wir die von der EU zugesagten Gelder nun nicht nutzen würden und die Staaten in einigen Jahren die dringend notwendige Bahnstrecke aus eigener Tasche bezahlen müssten", meinten die Abgeordneten aus der Europaregion Tirol unisono.

Veröffentlicht am 18.01.2012
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